Theaterverein Hildburghausen: Gute Laune nach Silvestererfolg; Kabarett- Treffen im Theater geplant
Gute Laune nach Silvestererfolg

26.01.2016

Theaterverein Hildburghausen: Gute Laune nach Silvestererfolg; Kabarett- Treffen im Theater geplant

Die Mitglieder des Theatervereins Hildburghausen bleiben Optimisten. Das machten sie auch auf ihrer letzten Versammlung deutlich: Die Mitgliederzahl ist mit 42 seit Jahren stabil, die Finanzen stellen sich zwar nicht üppig, aber solide dar.

Sinnbildlich steht dafür wohl auch das Ergebnis des letzten Glühweinmarktes. Zwar nahm man auf Grund des nassen Wetters deutlich weniger ein als in den Vorjahren, dennoch konnte man mit einem ordentlichen Plus abschließen. 2015 konnte der Verein insgesamt 3460 Euro an reinen Geldspenden einnehmen. Es sind solche Aktivitäten, welche den Verein auch immer wieder in die Lage versetzen, eigene Veranstaltungen im Stadttheater anzubieten oder Koproduktionen zu befördern. Vereinsvorsitzender Tilo Kummer dankte denn auch ausführlich allen ehrenamtlich Tätigen. Sie seien nicht nur das Faustpfand des Vereins, sondern spielten nach der Personalverringerung im Stadttheater auch dort eine wesentliche Rolle im Veranstaltungsbetrieb.

Besonders freut die Theaterfreunde, dass es 2015 gelungen war, neben den Aufführungen der Amateurbühne mit der „Jungen Bühne Hildburghausen“ weitere Programmangebote zu etablieren. So erfuhr das traditionelle „Dinner for one“ zu Silvester eine erfolgreiche Neuinszenierung. Immerhin 354 Besucher wollten das Stück sehen. Kritisch wurde hier angemerkt, dass vorher mit der Stadt für die Werbung vereinbarte Absprachen durch diese auch eingehalten werden sollten. Unabhängig davon soll den Künstlern eine Neuauflage der Silvesterproduktion für 2016 angeboten werden.

Die „Junge Bühne“ hatte 2015 außerdem auch schon „Bis ans Limit“ (mit dem Theaterverein) und „Mary Poppins“ auf die Bühne gebracht.

Noch im Frühjahr 2016 wollen Doreen Olbricht und deren Mitstreiter von der „Jungen Bühne“ das Stück „Krieg. Stell Dir vor, er wäre hier“ von Janne Teller inszenieren. Auch dieses Jugendstück soll in Koproduktion mit dem Theaterverein auf die Hildburghäuser Bretter, „die die Welt bedeuten“, gebracht werden. Sowohl die Mimen als auch der Verein wollen sich für das Projekt um eine finanzielle Förderung bemühen. Einen bereits formlos eingereichten Antrag an das Sozialministerium jetzt zu konkretisieren, wurde einstimmig beschlossen.

In eigener Regie möchte der Theaterverein 2016 wieder das Thüringer Kabarett-Treffen veranstalten. Das im jährlichen Wechsel mit dem ostthüringischen Gößnitz abgehaltene Stelldichein der Thüringer Satireszene fand erstmals 2014 statt. Immerhin bis zu 6000 Euro würden die Theaterfreunde aus eigenen Kräften bereitstellen, um die zweitägige Veranstaltung abzusichern. Zudem solle eine prominente Schirmherrschaft gewonnen werden.

2800 Euro würde davon die Stadt Hildburghausen für die Einmietung erhalten, weshalb der anwesende Theatermanager Jürgen Ludwig auch umgehend um einen Nutzungsvertrag und die terminliche Planung ersucht wurde. Weitere 500 Euro übernimmt der Verein an Werbekosten.

Vereinsvorsitzender Tilo Kummer informierte, ihn hätten wiederholt Fragen von Bürgern und Gerüchte erreicht, wonach das Stadttheater noch 2016 aus Kostengründen schließen würde.

Dass es dazu derzeit keine entsprechenden offiziellen Beschlüsse gäbe, ergänzte Stadtrat Mathias Günther. Allerdings verwundere ihn nicht, dass manche Beobachter solche Vermutungen anstellten. Denn von städtischer Seite würde über Monate hinweg offiziell ein vermeintliches Haushaltsdefizit behauptet, welches sich nicht real darstellen lässt, aber ständig als Kulisse für eine angeblich drohende Schließung von Einrichtungen herhalten müsse. So führe der Bürgermeister unter anderem auch einen jährlichen Zuschuss von 400000 Euro für das Theater an. Davon entfielen aber schon 160000 Euro auf so genannte Abschreibungen, welche überhaupt keine realen Geldströme darstellten. Diese Form der Kommunikation sei leider kontraproduktiv.