Theaterverein Hildburghausen beschließt höhere Förderung von Jugendinszenierung

18.04.2016

Theaterverein Hildburghausen beschließt höhere Förderung von Jugendinszenierung

Vorwiegend mit Finanzierungsfragen beschäftigte sich der Hildburghäuser Theaterverein in seiner jüngsten Mitgliederversammlung.

So müssen die Theaterförderer für die im Herbst vorgesehene Inszenierung des Stücks „Krieg- Stell Dir vor, er wäre hier“ tiefer in die Tasche greifen. Auf Grund der selbstauferlegten vorläufigen Haushaltsführung sieht sich die Stadt nicht in der Lage, der „Jungen Bühne Hildburghausen“ das Theater zu den gleichen Konditionen wie für deren Vorjahresaufführung zu überlassen. Nunmehr muss der Theaterverein seinen Eigenanteil um 1800 Euro erhöhen, da für jeden Aufführungstag 600 Euro Nutzungsgebühr an die Stadt zu entrichten sind.

„Die Inszenierung wird vor allem für Jugendliche im schulpflichtigen Alter produziert. Es ist daher auch nicht möglich, dies über höhere Eintrittspreise zu kompensieren. Uns blieb nichts anderes übrig, als unseren Eigenanteil bei der Finanzierung zu erhöhen“, so Vereinsvorsitzender Tilo Kummer. Dem folgte die Versammlung. Einem einstimmig gefassten Beschluss zufolge beteiligt sich der Verein nun mit insgesamt 5450 Euro an der Produktion. An der Kooperation mit der Jungen Bühne wird der Verein festhalten.

So soll im Oktober bereits eine weitere Inszenierung der Gruppe um Doreen Olbricht zur Aufführung kommen: Während der Theaterverein den Geburtstag des Stadttheaters wieder gemeinsam mit dem Kulturamt und Theatermanagement ausrichten möchte, sollen die jungen Mimen an diesem Tag das Kinderstück „Die faulste Katze der Welt“ zeigen. Eine diesbezügliche Förderung in Form von Lottomitteln hat der Verein bereits auf den Weg gebracht. Auf Eintrittsgelder soll an diesem Tag bewusst verzichtet werden. Zugleich will der Verein zum Theatergeburtstag wieder Kaffee und Kuchen verkaufen.

Das Kulturförderung Geld kostet, ist für die Theaterfreunde eine Binsenweisheit. Umso erfreuter nahmen die Mitglieder zur Kenntnis, dass ihr Vorsitzender Tilo Kummer bei seinem diesjährigen Jahresempfang weitere 250 Euro an Spendenmitteln für den Verein einwerben konnte.

Auch am traditionellen Glühweinmarkt will der Theaterverein wieder teilnehmen. Zwar können die ausschließlich ehrenamtlich Tätigen nicht mit allen Mitbewerbern in Sachen Aufwand an diesem Tag konkurrieren, aber origineller will sich der Verein künftig doch präsentieren. So sollen jetzt auch die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, um unterschiedliche Glühweinsorten anbieten zu können.

An Grenzen gelangt die ehrenamtliche Tätigkeit auch hinsichtlich der Aktivitäten der „Jungen Bühne“. Hauptdarstellerin Doreen Olbricht fallen neben ihrer beruflichen Tätigkeit im Pflegebereich auch die meisten organisatorischen Aufgaben zu. Ein Aufwand, der schon aus zeitlichen Gründen nur schwer zu leisten ist. Folgerichtig beschloss die Mitgliederversammlung auch einen Prüfauftrag an den Vereinsvorstand. Nunmehr sollen Möglichkeiten einer Förderung ausgelotet werden, um künftig auch auf hauptamtliche Arbeit zugreifen zu können.

Angeregt wurde deshalb auch eine Änderung des in der Vereinssatzung angegebenen Förderzwecks.

Die Thüringer Kabarett-Tage sollen voraussichtlich im September in Hildburghausen stattfinden. Man wolle sich nach Möglichkeit auf das Wochenende um den „Tag des offenen Denkmals“ konzentrieren, wurde informiert.